Foodsharing e.V. - "Lösungen finden statt Ausreden suchen"

„Lösungen finden statt Ausreden suchen“ – S. Kreutzberger (foodsharing e.V.)

Essen ist eines der Grundbedürfnisse des Menschen. Durch Nahrung erhält der Mensch die notwendigen Nährstoffe, um seine körpereigenen Energiekreisläufe aufrecht zu erhalten und zu überleben. Sie sind also unersetzlich und wertvoll. Warum landen dann trotzdem so viele Tonnen von ihnen jährlich in unseren Mülltonnen?

Zahlen und Fakten

  • 1/3 des gesamten produzierten Lebensmittelangebots in Deutschland landet nicht in unseren Mägen
  • 2015: ~18 Millionen Tonnen, davon gelten ~ 10 Mio. Tonnen als vermeidbar
  • Gerade im Groß- und Einzelhandel gelten bis zu 90% der Lebensmittelverluste als vermeidbar (Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) / Verbrauchsdatum(VBD) / beschädigte Verpackung/ optische Mängel, etc.)
  • Großteil der Lebensmittel (~40%) werden bei den Verbraucher*innen weggeschmissen (MHD/ Überangebot/ Aussehen)

Was ist foodsharing eV.?

Die Initiative Foodsharing e.V. möchte vermeidbare Lebensmittelverluste reduzieren und setzt dabei auf das Zusammenbringen von Handel, Produzent*innen und Endverbraucher*innen. Die Initiative lebt von ihrem Netzwerk aus „Foodsharern“ und „Foodsavern“. Foodsharer können das Prinzip des virtuellen Essenskorb auf der Website nutzen und dort im privaten Rahmen auf der Handlungsstufe der Endkonsument*innen Lebensmittel zu teilen. Foodsaver hingegen bilden das Bindeglied zwischen Endverbraucher*innen und Einzelhandel. Aktive Foodsaver holen angefallene Lebensmittelabfälle bei kooperierenden Supermärkten, Discountern, Bioläden oder auch bei lokalen Wochenmärkten ab (~3.000 Betriebe, ~25.000 Foodsaver (DE/ A/ CH)).

Warum solltest Du Lebensmittel „retten“?

- Ein Zeichen gegen Ressourcenverschwendung

- Finanzielle Entlastung (Du kannst bares Geld sparen!)

- Politisches Statement für ein geldfreies Handelsystem

- Und viele andere wichtige Gründe...

Wie wirst DU Teil der Bewegung?

  • Bestehe das Online-Quiz auf der Website (Themen: Grundsätze/ Werte der Organisation und die Geschichte der Inititative)
  • Termin mit Bezirksbotschafter*in vereinbaren --> 1. Einführungsabholung
  • Nach drei erfolgreichen Einführungsabholungen (Unterstützung durch erfahrene Foodsaver) kannst Du Dich bei Betrieben in deiner Nähe über das Foodsharing-Portal als Abholer*in melden.

Was sind Fair-Teiler?

Fair-Teiler sind öffentlich zugängliche Kühlschränke oder auch nur Regalkonstellationen, die Lebensmittelverluste bei den Endverbraucher*innen vermeiden sollen. Sie funktionieren wir die virtuellen Essenskörbe auf der Website, bloß im realen Leben. Jede*r kann dort Lebensmittel hinbringen oder auch abholen. Was genau abgegeben werden darf ist nicht übergreifend festgelegt, doch bei den meisten Fair-Teilern informieren Poster und Anleitungen über die Regeln (bspw. keine Kühlprodukte).

Es geht dabei quasi um ein privates Verschenken von noch genießbaren Lebensmitteln, wobei Foodsharing dabei die Verantwortung an die Nutzer*innen abgibt, mit eigenen Sinnen (Geruch, Geschmack, Aussehen) die Qualität des Produkts überprüfen. Allein für die Pflege und Hygiene der Schränke finden sich über die Internetseite Arbeitsgruppen zusammen.

Viel Spaß beim RETTEN!


Interessante Links und Quellen: